Solarenergie – die wichtigste Energiequelle im Südwesten

Von der Sonne verwöhnt – damit werben badische Winzer, doch es gilt für ganz Baden-Württemberg. Hervorragende Bedingungen, die Sonnenenergie mit Photovoltaik (PV) stärker auch als Stromquelle zu nutzen. Bislang werden weniger als 10 Prozent des hiesigen Stromverbrauchs durch Solarstrom gedeckt. Die Landesregierung plant, bis 2030 die installierte Leistung von PV-Anlagen zu verdoppeln. Dafür müsste durchschnittlich etwa 500 Megawatt PV-Leistung pro Jahr zugebaut werden. Nach Auffassung der Plattform Erneuerbare Energien viel zu wenig. Zumal der Ausbau in der Vergangenheit schon mal über 1100 MW/Jahr lag, ehe bundespolitische Entscheidungen den Zubau jäh beschnitten haben.

Der Ausbau der Photovoltaik und aller erneuerbarer Energien ist ein entscheidender Faktor, um beim Klimaschutz voran zu kommen. Die Plattform EE BW hat im Mai 2020 dazu die Studie „Ausbau der erneuerbaren Energien für eine wirksame Klimapolitik in Baden-Württemberg“ veröffentlicht. Sie zeigt an Hand von vier Szenarien, zu welchem Ergebnis verschiedene Ausbaupfade erneuerbarer Energien kommen und ob sie zu der notwendigen Reduktion von Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 beziehungsweise 2050 führen. Der Fokus liegt dabei auf der Strom- und Wärmeerzeugung, mit einem kurzen Exkurs zum Mobilitätsbereich.

Im Ergebnis lässt sich festhalten: Die Landesregierung hat mit der Fortschreibung des Klimaschutzgesetzes den richtigen Weg eingeschlagen. Jedoch ist das Ziel zu bescheiden und damit kein ausreichender Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen. „Baden-Württemberg muss den Ausstoß von Treibhausgasen schneller reduzieren als bislang. Ein ambitionierter Ausbau erneuerbarer Energien ist dafür unabdingbar und schafft zudem Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Wohlstand im Land.

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